Veränderer

Warum können wir die Finger nicht vom Ausdrücken lassen?
Und welche Befreiungsmethode empfehlen Hautärzte?

Wir alle kennen und fürchten diesen Moment: Du wäschst dein Gesicht, trocknest es ab, wirfst einen schnellen Kontrollblick in den Spiegel und entdeckst rund um deine Nasenspitze einen ganzen Schwarm von Mitessern. Das grelle Badezimmerlicht steigert die Grausamkeit des Anblicks. Angewidert schnappst du nach Luft. Was tun? Du packst dein Werkzeug aus – deine Fingernägel – und beginnst mit dem Drücken und Quetschen.

Eine schmerzhafte Befriedigung
Es ist geradezu grenzwertig widerwärtig, aber lohnend. Du quetschst und drückst was das Zeug hält und fühlst dabei so eine Art Befriedigung. „Es liegt etwas seltsam Befriedigendes darin, sich mit den Fingernägeln von etwas Unangenehmen zu befreien. Es ist der schnelle Erfolg, der befriedigt“, sagt Dr. Samantha Boardman, Ärztin und Gründerin von Positive Prescription, einer in New York City ansässigen Praxis für positive Psychologie.

Für die meisten Menschen ist das Drücken und Quetschen von Mitessern eine harmlose kleine Angewohnheit, die sie unter Kontrolle haben. Für manche jedoch kann das ganz schnell zwanghaft werden. „Denn jedes Mal wird dabei eine kleine Menge Dopamin ausgeschüttet. Die gleiche Art von Neurotransmitter wie sie bei vielen zwanghaften Angewohnheiten freigesetzt wird", erklärt Dr. Michelle Henry, Beraterin für klinische Dermatologie am Weill Medical College. Dopamin wirkt sich direkt auf die Emotionen aus, beeinflusst Lust- und Schmerzempfindungen und kontrolliert das Belohnungszentrum im Gehirn. Das erklärt, warum das Ausdrücken von Mitessern richtiggehend süchtig macht und so schwer gestoppt werden kann.

Die gefährlichen Folgen für die Haut
Jede Drück-und-Quetsch-Session verursacht sichtbare Hautschäden, vor allem wenn es täglich dazu kommt. „Quetschen, drücken, zupfen, stochern – all das kann das elastische Gewebe rund um die Poren ausdehnen und damit die Poren weiter und größer machen. Leider können sie dann nicht mehr in ihre ursprüngliche Form zurückspringen. Die vergrößerten Poren werden mehr und mehr sichtbar. Stelle dir den Rand einer Pore wie den Halsausschnitt eines T-Shirts vor. Einmal ausgeleiert, kommt er nie wieder in seine ursprüngliche Form zurück. Das ist ein irreversibler Schaden“, sagt Dr. Henry. Durch Drücken und Quetschen verursachte Hautschäden können zudem zu Entzündungen, Hyperpigmentierung und Narbenbildung führen. Außerdem können Bakterien, Fett und Schmutz von den Händen in die Poren gelangen. Die mögliche Folge: noch mehr Mitesser!

SCHLUSS MIT SCHLECHTEN ANGEWOHNHEITEN!
Wann immer du das Bedürfnis verspürst an einem Mitesser herumzudrücken, suche dir ganz schnell eine andere Beschäftigung: Geh spazieren, ruf eine Freundin an, räume deinen Schrank auf oder zieh einfach Handschuhe an. „Du musst alte Gewohnheiten durchbrechen und ein neues Verhaltensmuster schaffen, das dich von diesem Zwang befreit“, sagt Dr. Boardman. Und Dr. Henry rät, dir ein geeignetes Produkt zu suchen, das dich von Mitessern befreit ohne deine Haut zu beschädigen. Also ein Erfolgserlebnis verschafft, ohne das Risiko von vergrößerten Poren, Schmerzen und Narben. Sie empfiehlt Self-Heating Blackhead Extractor. Die reinigende Formel heizt sich im Kontakt mit Wasser auf. Die Poren werden geöffnet, auf diese Weise können Salicylsäure, Bambuspulver und Bimsstein besser eindringen und ihre Arbeit machen. Oxidiertes Fett und Schmutz werden entfernt ohne die Haut zu beschädigen. Die mit einer Noppenstruktur ausgestattete Spitze des Applikators macht es leicht den Mitesser zu lockern und zu entfernen. Der Beweis: Eine Reduktion der Mitesser um 93% innerhalb von 6 Wochen konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden. Schönheit, ganz ohne dafür leiden zu müssen.

Model Fotos: Christine Hahn | Text: Julie Redfern