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Makeup-Tipps bei Akne

Ohne Abschminken zu Bett gehen, Stress, das hormonelle Auf-und-Ab, überaktive Fettdrüsen – es gibt viele Gründe für einen plötzlichen Akne-Ausbruch. Und was noch frustrierender ist, man kann nicht einmal genau sagen, was einen Pickel plötzlich zum Erblühen bringt. „Akne nimmt mal zu und mal wieder ab. Dieses plötzliche Ausbrechen ist ein natürlicher Vorgang im menschlichen Organismus“, sagt der New Yorker Hautarzt Dr. David Orentreich, einer der führenden dermatologischen Berater für Clinique. „Der Zustand kann sich ohne ersichtlichen Grund und ohne etwas zu verändern plötzlich verbessern oder verschlechtern. Es ist ein natürliches Phänomen.“

Aber auch wenn Akne-Ausbrüche Teil deines Lebens sein mögen, gibt es keinen Grund, warum dir das deinen Look ruinieren muss! Makeup darüber aufzutragen kann oft wie zugekleistert aussehen und das macht die Dinge nur noch schlimmer. Das muss nicht sein. Ganz im Gegenteil! Mit der richtigen Methode kannst du einen Pickel kaschieren und zugleich heilen! Und so geht’s:

Der Schlüssel liegt in der perfekten Vorbereitung.
Mit oder ohne Akne, Makeup sieht auf einer gesünderen Haut immer besser aus. Eine kontinuierliche Hautpflege erhält nicht nur den guten Zustand deiner Haut, es hilft dir auch die Akne-Ausbrüche in Schach zu halten. Basis für Akne-Kontrolle und Makeup-Strategie sollte eine zweimal tägliche Reinigung mit einem auf deinen Hauttyp abgestimmten 3-Phasen Systempflege sein. Das beinhaltet auch eine feuchtigkeitsspendende Pflege. Du hast Bedenken wegen deiner fettigen Haut? Akne-Behandlungen können zu Austrocknung und schuppiger Haut führen, aber ein ölfreier Moisturizer sorgt für ein gesundes Hautbild und lässt zudem das Makeup besser aussehen.

Für akute Akne-Ausbrüche oder besonders hartnäckige Pickel – und bevor du deiner Haut mit Makeup näher kommst, empfiehlt Dr. Orentreich eine lokale Behandlung, beispielsweise mit dem Anti-Blemish Solutions Clinical Clearing Gel. „Kein Quetschen und Drücken“, warnt er, „das führt nur zu noch stärkeren Entzündungen.“ Ganz schön hart, nicht wahr? Aber du musst jetzt stark bleiben, du darfst dich nicht hinreißen lassen an dem Pickel herumzudrücken. Und schon gar nicht bevor du Makeup auftragen möchtest. „Sobald du den Pickel aufdrückst, erzeugst du eine offene Wunde, in die du dann das Makeup schmierst“, sagt Dr. Orentreich. „Während die Wunde zu heilen versucht, muss sie nun auch noch mit fremden Partikeln kämpfen. Und das macht es natürlich noch schwieriger.“

Verwende Makeup, das Wirkstoffe zur Akne-Bekämpfung enthält.
Ob du nun dein Leben lang mit schwerer Akne zu kämpfen hast oder zu den wenigen Glücklichen gehörst, die nur ab und an unter Pickelalarm leiden, wichtig ist, dass du immer die richtigen Produkte zur Hand hast. Primer, Foundations, Concealer oder Gesichtspuder sollten immer auf einer ölfreien, nicht akne-fördernden Formel basieren (d.h. Produkte, die auf einer zu Akne neigenden Haut getestet wurden und erwiesenermaßen keine Akne-Ausbrüche auslösen).

„Makeup auf Ölbasis lässt sich prima auftragen und hat auch sonst viele gute Eigenschaften, die Makeup Artists lieben. Aber für zu Akne neigende Haut ist es eher ungeeignet“, erklärt Dr. Orentreich. Zum Glück gibt es andere Optionen! Eine Foundation wie das Anti-Blemish Solutions Liquid Makeup behandelt Akne und kontrolliert zugleich die gesteigerte Fettproduktion, denn es enthält Salicylsäure, einen der effektivsten Inhaltsstoffe um Unreinheiten entgegenzuwirken.

Mit leichter Hand auftragen.
Die große Gefahr beim Auftragen von Makeup auf Akne ist, dass sich das Makeup mit dem eingetrockneten Pickel zu einem rissig-aufgesprungenen Look verbindet, der den Akne-Ausbruch nur noch offensichtlicher macht. Laut Matin Maulawizada – renommierter New Yorker Makeup Artist und Clinique Colour Pro – alles eine Frage der richtigen Concealer Technik. „Sichere Abdeckung kommt nicht von der Foundation"", sagt er, „sondern durch den Concealer.“

Zuerst trägst du eine dünne Schicht der Foundation auf das ganze Gesicht auf, um Rötungen und Unregelmäßigkeiten des Hauttons auszugleichen. Im nächsten Schritt empfiehlt Matin eine kleine Menge Concealer auf ein kleines Bürstchen zu geben und auf dem Handrücken zu verteilen damit sich die Farbpigmente gleichmäßig auf allen Borsten verteilen, so dass keinerlei Klumpen auf der Haut entstehen. „Starte am äußeren Rand des Pickels und arbeite dich von dort weiter zur Mitte bis der gesamte Pickel abgedeckt ist“, rät Matin. „Danach gibst du ein bisschen Concealer auf deinen Ringfinger und trägst damit eine weitere Abdeckschicht auf den Pickel auf. Wechsle noch zwei- bis dreimal zwischen Bürstchen und Finger ab, bis du die gewünschte Abdeckung erreicht hast, die sich nahtlos mit deiner Haut verbindet.“

Im Fall von akuter Akne oder extrem roten Pickeln greifst du am besten zu einem Concealer, der abdeckt und zudem die Akne behandelt wie der Anti-Blemish Solutions Clearing Concealer – mit Salicylsäure und Acetyl-Glucosamin, um abgestorbene, die Poren verstopfende Hautzellen zu entfernen.

Und was ist mit Puder? Auf keinen Fall weglassen, auch wenn du gerne darauf verzichten würdest. Eine hauchzarte Puderschicht hilft, den Concealer einen ganzen Tag lang an Ort und Stelle zu halten.

Abwaschen in zwei Steps: abschminken und reinigen.
Klar, das Abwaschen des Makeups nach einem langen Tag (oder einer langen Nacht) kann ganz schön mühsam sein. Aber es ist einer der besten Wege, um Akne möglichst schnell wieder loszuwerden. Fest steht: Makeup abnehmen und Gesicht reinigen in nur einem Schritt funktioniert einfach nicht!

„Für eine optimale Reinigung muss vorher das Makeup mit einem Makeup-Entferner abgenommen werden. Seife funktioniert da nicht, es braucht etwas, das das Makeup auflöst“, erklärt Dr. Orentreich. Das bedeutet, dass du nicht so stark rubbeln musst, was deine Haut nur noch weiter irritieren würde. Lieblingsprodukt der Makeup Artists: Take The Day Off Cleansing Milk – diese Milch ist besonders sanft und feuchtigkeitsspendend.

Still Foto: Yaso + Junko | Portraitfotos: Karen Collins | Text: Bren Gomez